Zu Beginn einer Unterrichtsstunde zeige ich ganz gern mal einen kurzen Videoclip als Einstieg. Mit Hilfe von DownloadHelper kann man im Firefox ganz einfach Videos von Youtube herunterladen und hat sie dann offline verfügbar. Dann muss ich nur noch den eigenen Laptop an den fest installierten Beamer in den Klassenzimmern anschließen
Vor einiger Zeit bin ich schon auf Ideas to Inspire gestoßen, wo unter anderem ein Sammlung mit inspirierenden YouTube Videos zu finden ist. Natürlich kann man nicht alle Videos wirklich verwenden, aber interessant bzw. nett anzusehen sind sie dann doch. Einige Beispiele, dir mir besonders gefallen haben, findet ihr hier:
Inspirierende Videoclips
Veröffentlicht 28. März 2010 Internet & Schule , PC Werkzeuge , Unterrichtsvorbereitung Hinterlasse einen KommentarVor einigen Tagen waren zwei „Vertreter“ des Gideonbunds bei mir zu Gast. Die „Gideons International“ sind eine Missiongesellschaft, die durch das Verteilen von Bibeln Menschen auf den christlichen Glauben aufmerksam machen wollen. Sie hatten bei uns an der Schule angefragt, ob sie kommen dürften und wurden in mehrere Klassen eingeladen. Zwei ältere Herren (Tendenz 65+) saßen an diesem Morgen mit großen Kartons im Lehrerzimmer und warteten auf ihren Einsatz. Sie kamen in die Klasse berichteten kurz über die Entstehung und das Ziel des Gideonbunds, um dann noch einige persönliche Glaubenserlebnisse und Bibelgeschichten zum besten zu geben. Jeder Schüler erhielt von ihnen noch eine kleine Bibelausgabe und dann waren sie auch schon weg. Meine Schüler waren schon interessiert, aber auch etwas verwirrt von dem Auftreten und manchmal etwas zusammenhanglosen Gerede der beiden Männer.
Eine Schülerin meinte im Anschluss: „Sie haben genau das gleiche Hemd an, wie der eine Mann!“. Mein Gesichtsausdruck musste deutlich gemacht haben, dass ich diesen Kommentar nicht unbedingt als Kompliment empfand. Schließlich habe ich bisher immer gehofft, dass mein Kleidungsstil nicht dem eines Siebzigjährigen entspricht. Auch der Versuch der Schülerin die Situation zu retten, indem sie ein „Ihnen steht das aber besser!“ hinterherschob, konnte das Grinsen und Kichern der anderen Schüler nicht stoppen. Das Hemd ist jetzt vorerst in den Schrank verbannt worden und wird die nächste Kleidersammlung wohl nicht überleben. Ich gehe jetzt erst mal einkaufen… in der Young Fashion Abteilung.
Trauer in der Schule
Veröffentlicht 12. März 2010 Religion , Schulalltag Hinterlasse einen KommentarDer Amoklauf von Winnenden jährt sich zum ersten Mal. Ich kann mich noch gut daran erinnern, was mir damals durch den Kopf ging, nachdem ich gerade mal fünf Wochen zuvor mein Referendariat begonnen hatte: Fassunglosigkeit, Unverständnis, Trauer…
Das Thema „Leid und Trauer“ begegnet mir derzeit auch im normalen Unterricht. In meiner neunten Klasse behandle ich in Religion die Unterrichtseinheit „Sterben, Tod und Auferstehung“ (Hoffnung über den Tod hinaus). Die Schüler sind nicht besonders begeistert, da man „über so etwas doch nicht spricht“, „das zieht einen nur runter“. Diese Reaktion kann ich auch nachvollziehen, muss jetzt aber auch feststellen, dass die Schüler nach einigen Stunden in der Thematik bewusst über das Thema nachdenken und es auch ihr Interesse geweckt hat.
Allerdings habe ich in der Klasse auch einige Schüler, die erst vor kurzem einen Trauerfall in der Familie hatten. Die Diskussion über den Umgang mit Tod und Sterben spricht sie emotional sehr an. Ich lasse ihnen die Freiheit auch mal aus dem Klassenzimmer zu gehen, wenn es ihnen zu viel wird. Während die anderen Schüler eine Aufgabe haben, spreche ich dann mit ihnen darüber vor der Türe. Dieses Gespräch zwischen Tür und Angel ist aber nicht wirklich zufriedenstellend. Die Zeit reicht nicht aus, um ein tieferes Gespräch zu führen und auch wenn ich eine pädagogische Ausbildung habe, ist es sicherlich keine seelsorgerliche. Ich überlege noch, welche Möglichkeiten ich den Schülern aufzeigen kann, oder an wen ich sie verweisen könnte?
Ab und zu habe ich noch Kontakt mit Dozenten aus der Hochschulzeit. Ein Dozent schrieb über die Erfahrungen seinen Sohnes im Referendariat:
Mein Sohn meint ja man könne vermuten, dass das Referendariat auch als ein psychischer Härtetest angelegt sei.
Ich denke fast jeder Referandar wird diesem Satz (zumindest zweitweise) zustimmen. Die heiße Phase der Ausbildung hat begonnen und neben Unterrichtsbesuchen stehen jetzt auch die ersten Prüfungen an. Erst im Mai wird diese anstrengende Zeit vorbei sein. Ich merke leider selbst, dass es an den Nerven zerrt und zehrt.
Ein Referendarkollege meinte neulich man sollte das Referendariat auf drei Jahre ausdehnen, damit die Sache etwas entspannter wird. Kann das die Lösung sein? Wie sieht ein Referendariat aus, bei dem man nicht von den Betroffenen hört „Bin ich froh, dass das rum ist!“?
Bisher genieße ich es sehr meine „eigenen“ Klassen zu haben und eigenständig zu unterrichten. Am Rande bekomme ich auch mit welche Aufgaben man als Lehrer über den Unterricht hinaus hat. Unter anderem gehört dazu auch die interne Schulentwicklung. An der letzten GLK wurden (teilweise neue) Projektgruppen vorgestellt und jeder kann sich dort beteiligen, wo das eigene Interesse liegt.
Ich habe mich in die Projektgruppe „Medienkompetenz“ eingetragen und bin gespannt in welche Richtung es sisch entwickeln. Bei einem ersten kurzen Austausch wurde klar, dass ein breites abgedeckt werden kann/ soll. Mir selbst ist besonders der Bereich „Wie verhalte ich mich im Internet?/ Datensicherheit“ wichtig. Ein anderer Bereich der sicher behandelt werden wird ist die Prävention von und Intervention bei Cybermobbing. Das erste richtige Treffen steht aber noch aus.
Ich würde mich über Kommentare zu bestehenden Projekten oder Programmen freuen. Was wird an anderen Schulen in diesem Bereich getan?
Top 1: Korrigieren
Top 2: Unterricht planen
Top 3: Zeitung lesen
Top 4: Zeichnen (BK Lehrer, nettes Frauenportrait)
Top 5: Basteln (!)
Top 6: Modezeitschrift durchblättern
Eigentlich kann ich mich ja wirklich nicht beschweren. Noch nehme ich nicht am Notenmarathon teil. Ich starte nur an der fünf Kilometer Kurzstrecke. Das geht noch. Der Notenmarathon ist aber schon im vollen Gange, ja schon fast zu Ende. Wer das bei sich an der Schule noch nicht bemerkt hat, sollte mal genau in den Pause aufpassen. „Hat jemand den Notenordner der Klasse X gesehen!“ -“Ja, der ist hier. Ich brauch ihn noch!“ Ständig sind Kollegen damit beschäftigt die Leistungen der Schüler in ihrem Fach im Klassenordner zu testieren.
Mich „trifft“ es nur mit einer Reli-Klasse und ein paar Techniknoten. Aber wenn ich daran denke, dass ich das das kommende für mehrere Klassen machen muss… mündliche Noten geben, Gewichtung mit einfließen lassen,… Ich bin nur froh, dass ich mich einigermaßen mit Excel auskenne und mir dort eine hoffentlich hilfreiche Tabelle zusammenbasteln kann, die zumindest die Rechnerei für mich erledigt.
Aber mal ehrlich. Als Kollege mit einem vollen Deput und ungefähr acht Lehraufträgen bei ca. 28 Schülerinnen und Schüler, kommt man ganz schnell auf rund 230 Endnoten, die man vergeben muss. Spart man sich dann noch die mündlichen Noten des 2 Hj. auf Juli auf sind wir schon bei 460 Noten die gemacht werden müssen. Kein Wunder, dass gegen Schuljahresende viele etwas neben sich zu stehen scheinen.
Ich würde gerne noch etwas schreiben… muss aber noch ein paar Noten ausrechnen.
Der erste Teil des Referendariats neigt sich dem Ende zu und einmal mehr habe ich es nicht geschafft eine komplette Woche in der Schule zu sein. Mit Ergänzungsbereich und Hospitation ist eigentlich fast jede Woche irgendwo in Baden-Württemberg eine Veranstaltung. Positiv gesehen ist es ja auch mal schön, den östlichen Teil unseres Landes kennen zu lernen (eher negativ die Tatsache, dass man dafür bereits um kurz vor 6 Uhr abfahren muss).
Am Dienstag hatte ich selbst das Glück von meinen Mitreferendaren besucht und beraten zu werden. Bereits vorher war mir klar, dass sie ein besonders kritisches Auge haben werden und das hat sich auch in der Reflexion gezeigt. Ich nehme wirklich einige gute Anregungen mit (Organisation von Gruppenarbeit, Methode Bildbeschreibung,…), muss aber auch feststellen, dass irgendwann der Punkt erreicht wird an dem alles gesagt wurde, nur noch nicht von jedem.
Was diese Woche aber besonders anstrengend gemacht hat war das Wetter und die oftmals fast unerträgliche Hitze in den Klassenräumen. Das dann nach 7 Stunden die Luft ausgeht und die Muße für Fachdidaktik fehlt ist wohl nur logisch.
In Englisch haben wir deshalb nach der Mittagspause als kleinen warm-up eine Methode zum creative writing selbst ausprobiert: word avalanche. Das kannte ich bis dahin noch nicht. Die „Wortlawine“ ist zwar sprachlich nicht ganz korrekt, bringt aber m.E. die Stimmung rüber in der sich mein Nebensitzer und ich uns befanden:
HEAT
grilled meat
char coal flavour
beef is our favour
and one more cold beer
that is why we are here
Oh! No! it all was a dream!
Reality!
Elfchen
Veröffentlicht 27. Juni 2009 Referendariat , Unterrichtsvorbereitung Hinterlasse einen KommentarHabe heute zum ersten Mal ein Elfchen geschrieben. Aus gegebenem Anlass (Dienstag Unterrichtsbesuch in Reli) habe ich mir für hier auch eines überlegt.
Kaffee
Bei Müdigkeit
Schlaf ich schon?
Unterrichtsentwurf schreiben Stunden planen
Koffein
Was? Würstchen, Baked beans, Tomaten und Toast um 23 Uhr Nachts. Das muss einem doch total schwer im Magen liegen, oder? Meiner Erfahrung nach liegt einem ein englisches Frühstück auch morgens wirklich schwer im Magen. In diesem Fall trifft die Vorstellung eines traditionellen Full English Breakfast auch nicht ganz zu.
Aus England habe ich eine Packung Twinings Tee „English breakfast“ mitgebracht. Es ist eine Art Schwarztee und wieder der Name vermuten lässt ein Muntermacher am Morgen. Da am kommenden Dienstag und die Woche drauf zwei Unterrichtsbesuche anstehen und noch diverse andere Dinge nebenher laufen sollten, habe ich diese Woche ein paar Nachtschichten gemacht.
Deshalb gab es English Breakfast am Abend. Moderates Doping sozusagen.